Vermeidungen unnötiger Substantivierungen zum Steigern des Textverständnisses

Tipps zum Unterbinden des Nominalstils

Die folgenden Überlegungen und Handreichungen sind der Verpflichtung geschuldet, das ernsthafte In-Angriff-Nehmen von Schritten zur Verhinderung des Überhandnehmens von Substantivierungen beim Verfassen von Texten mit ungewollter Nominalstil-Ausrichtung durch geeignete Wegebnungs- und Hindernisüberwindungs-Tipps voranzutreiben…

Wenn derartige Satz-Ungetüme auftauchen, in denen vor lauter Substantive kaum mehr die Verben zu erkennen sind, handelt es sich um den sogenannten Nominalstil. Hier gilt es, vorsichtig zu sein. Warum? Da gibt es eine ganze Reihe von Gründen: Vermeidungen unnötiger Substantivierungen zum Steigern des Textverständnisses weiterlesen

Im Antiquariat der Wörter

Neulich in einem Biergarten am Donauufer –
Sie: „Wie wärs denn dieses Jahr mit Florenz?“
Er: „Ach, das wäre mal wieder was. Erinnerst Du dich noch an unsere Sommerfrische 1978 in Fiesole?“
Sie: „Oja, und an das Schmausen nach den Touren …“
Er: „Wären da nur nicht diese langhaarigen Radaubrüder gewesen!“
Sie: „Ach schau, die waren jung – so wie Du in deinen Flegeljahren.“ –
Sommerfrische? Schmausen, Flegeljahre? – Um heute derartigen Wörtern zu begegnen, muss man wohl Unterhaltungen älterer Semester lauschen oder die Klassiker der deutschen Spätromantik wieder lesen. In Zeiten von Facebook, Twitter usw. treten derartige – mitunter staubbedeckte – Wörter selten in Erscheinung. Heute spricht man eher von Urlaub, Ferien, Essen und Pubertät.

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Heureka!

Es ist zwar schon ein paar Jahre her, TS-Blogbeitrag-Ideenfindungaber ich kann mich noch gut daran erinnern: Während eines Termins bei einem potenziellen Neukunden wurden mein Chef Uwe Pagel und ich gleich nach der Begrüßung mit einer überraschenden Frage konfrontiert: „Wie kommen Sie auf Ideen?“ Wir waren beide kurz baff, bis unser Gegenüber ein eher spontanes „in der Dusche“ als Antwort erhielt. Tatsächlich hatten wir uns mit dieser Frage bislang nicht wirklich beschäftigt. Ideen „hat“ man einfach, oder nicht? Heureka! weiterlesen

Keywords oder Key Words? Suchmaschinen mögen keine Komposita

Heißt es nun Smartphonehülle oder Smartphone-Hülle? Oder doch lieber Smartphone Hülle? Keywords zu vergeben oder die passenden Keywords bei der Internetrecherche zu verwenden, ist keine Sache der Rechtschreibung, sondern folgt eigenen Gesetzen. Übrigens: Auch wenn das Handy bei den Briten und Amerikanern eigentlich „cell phone“ oder „mobile phone“ heißt und Smartphones auch in Deutschland längst nicht mehr handlich (=handy) sind… „Handy Hülle“ liefert bei der Internetrecherche nach der geeigneten Smartphone-Hülle mehr Treffer als „Smartphone Hülle“ – und Handyhülle in diesem Fall noch viel mehr. Ich sag’s ja: Sind halt eigene Gesetze. Mit vielen Ausnahmen.

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