Dieses Mal spricht Literaturwissenschaftler Michael Sommer – vielen unserer Zuhörer:innen aus früheren Episoden bekannt – mit Ralf Dunker über das Gendern. Beeinträchtigt Gendern die Lesbarkeit von Texten? Verhunzt es unsere Sprache oder ist es eher eine Bereicherung? Und wenn gegendert wird, wie sollte es erfolgen?

Wie wir in einem (gekürzten) Extrakt aus dem Podcast „FreitagsFranky“ mit Frank Behrendt und Jens Breuer erfahren, ist das Gendern selbst bei vielen deutschen Großunternehmen noch unüblich: Der Publizist Manfred Piwinger habe festgestellt, berichten die beiden, dass in vier von fünf Geschäftsberichten der DAX-Unternehmen auf die Gender-Schreibweise verzichtet werde. Möglicherweise, weil vielen der Verfasser:innen eine Orientierung fehlt.

Diesbezüglich sind Michael Sommers Ausführungen wegweisend: Sie helfen, im Alltag und in der Unternehmenskommunikation einen Weg zu einer diskriminierungsfreien Sprache zu finden. Außerdem berichtet er, welche Regelwerke es für die deutsche Sprache gibt, wie sie entstanden sind und wer die Regeln aufstellt.