Nützliche Tools für die Medienarbeit: Wunderlist

In unserer Reihe „Nützliche Tools für die Medienarbeit“ haben wir Ihnen schon einige Werkzeuge vorgestellt, die uns das tägliche Arbeitsleben erleichtern. Meist richtete sich das Augenmerk dabei auf größere Lösungen – darunter unser Media Asset Center Amid PR, Hootsuite für die Pflege verschiedener Social-Media-Kanäle oder Mite, ein Tool für die Zeiterfassung. Manchmal sind es jedoch die kleinen Helferlein, die man nicht mehr missen möchte. Für mich ist das „Wunderlist“. Sie gehört zu den beliebtesten To-do-Apps und bringt schnell Licht ins Dunkel meiner anstehenden Aufgaben.

Ich gestehe: Bis ich Wunderlist für mich entdeckt habe, waren Stift und Papier meine erste Wahl, um To-dos festzuhalten. So konnte ich auf einen Blick sehen, was beispielsweise bis zur Projektdeadline oder bis zu meinem Urlaub alles zu erledigen ist. Inklusive gutem Gefühl, wenn zum Fälligkeitsdatum alle Punkte durchgestrichen waren. Natürlich wählte ich diese „Oldschool-Variante“ immer als Ergänzung zu den verschiedenen digitalen Tools, die meinen jeweiligen Arbeitgebern für Projektmanagement & Co. einsetzten. Der Grund für die analoge Vorgehensweise: Sie ist einfach und effizient. Und genau das ist es, was mir an Wunderlist besonders gut gefällt. Denn, wie der Name schon vermuten lässt, können damit in erster Linie To-do-Listen erstellt werden. Im privaten Umfeld halte ich beispielsweise fest, was für die nächste Urlaubsreise zu erledigen ist oder welche Ideen ich für die Wohnungsumgestaltung habe. Praktisch ist zudem, dass ich diese Listen mit meinem Liebsten teilen und ihm To-dos zuweisen kann, so dass er weiß, was er tun muss 😉

Keine Deadline verpassen

Bei Press’n’Relations verschafft mir der morgendliche Blick auf Wunderlist Klarheit darüber, welche Aufgaben ich bis wann für meine Kunden erledigen muss. Das ist zum Beispiel besonders hilfreich, um die Deadlines für Presseanfragen nicht zu versäumen. Hier habe ich für jeden Kunden eine eigene Checkliste, der ich kontinuierlich Aufgaben hinzufüge, diese mit einem Fälligkeitsdatum versehe und bei Bedarf mit einer detaillierten Beschreibung ergänze. Wenn nötig, lassen sich auch Dateien anhängen, Kommentare erfassen oder besonders wichtige Punkte mit einem Stern kennzeichnen. Aus den Daten erstellt Wunderlist smarte Listen, so dass ich in der Oberfläche direkt sehen kann, was erledigt werden muss. Dabei kann ich wählen, ob ich mir heutige Aufgaben, die in der kommenden Woche oder explizit die eines Kunden anzeigen lassen möchte. Ist der Task erledigt, wird er abgehackt und wandert automatisch in „Erledigte Einträge“. Diese kann man sich jederzeit wieder anzeigen lassen. Der große Vorteil zur analogen Variante: Wunderlist bietet eine Erinnerungsfunktion an und zum hinterlegten Zeitpunkt zieht ein Pop-up meine Aufmerksamkeit auf sich. Darüber hinaus ist das Tool mit meinem Kalender verbunden, so dass die Einträge auch hier angezeigt werden. Ebenfalls praktisch: Es gibt Apps für diverse Endgeräte sowie eine Weboberfläche. Echtzeit-Synchronisation sorgt dafür, dass die Aufgaben sofort auf jedem Gerät zu sehen sind, auf dem ich Wunderlist nutze. Ach ja: Und sollte ich doch mal sentimental werden und der Papierform nachtrauern, gibt es in Wunderlist auch eine Druckfunktion … Aber ich denke nicht, dass es so weit kommen wird. 😀

Was kommt nach Wunderlist?

Wie Sie sehen, habe ich offensichtlich mein Lieblingstool für das einfache Managen von To-dos gefunden und bin entsprechend gespannt, wie es mit Wunderlist weitergeht. Denn nach der Übernahme durch Microsoft im Jahr 2015 sollte die App zügig durch Microsoft To-do ersetzt werden. Jedoch sind seit der Veröffentlichung einer Vorab-Version im April 2017 beide nach wie vor verfügbar. Also gilt für mich: Ich bleibe meinem kleinen Helferlein treu, bis sein letztes Stündlein geschlagen hat. Ob ich danach auf „To-do“ umsteige oder ein anderes Tool wähle, bleibt abzuwarten. Eine mögliche Alternative wäre „Remember the Milk“. Die Entwickler erhielten nach der Übernahme von Wunderlist durch Microsoft zahlreiche Anfragen von Usern nach einer Option zum Import von Wunderlist-Aufgaben und haben aufgrund dessen eine Importfunktion integriert.

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