Nützliche Tools für die Medienarbeit: Pinterest

Pinterest gilt als eines der aufstrebendsten sozialen Netzwerke der letzten Jahre. Dabei ist es laut Co-Founder Ben Silbermann genau das nicht, sondern eine visuelle Suchmaschine. Dennoch verbringen laut Pinterest rund 200 Millionen Mitglieder bis zu mehrere Stunden am Tag damit, Inhalte zu teilen und sich untereinander auszutauschen. Rund 93 Prozent der Nutzer sind auf Pinterest, um Einkäufe und Anschaffungen zu planen. Daher sollen zwei Drittel der Beiträge Inhalte von Unternehmens-Webseiten darstellen. Grund genug, Pinterest als PR-Tool genauer zu betrachten.

Was macht Pinterest so besonders?

Der Clou an Pinterest: Ein Nutzer muss das Unternehmen nicht kennen, um auf Inhalte von diesem zu stoßen. Gefunden wird man vor allem durch Themen, denen die Inhalte der eigenen Pins nahestehen. So werden immer neue Zielgruppen generiert. Hinzu kommt, dass jeder Pin ein Link zum Produkt oder Unternehmen ist. Die Pin-Beschreibung liefert weitere Details und animiert zum Klick. So führt also jeder geteilte Content zu einer höheren Besucherzahl der Website, was Pinterest neben Facebook zum Netzwerk mit dem stärksten Social Media-Traffic macht. Dieser spielt neben den geteilten Pins, die die Bekanntheit des Unternehmens steigern, die größte Rolle. Zukünftig soll es auch in Deutschland Buy-It-Buttons geben, um direkt mit einem Klick auf Pinterest ein Produkt kaufen zu können.

Die Pinterest-Grundregeln

  • Pinterest funktioniert primär visuell, daher sollte ein Foto, also der Pin, für sich selbst sprechen
  • Es sollten ausschließlich Links verwendet werden, die zu qualitativ hochwertigen Websites weiterleiten
  • Die Pins erreichen mehr Reichweite, wenn die Pin-Beschreibungen möglichst viele Keywords und gegebenenfalls Hashtags enthalten
  • Umso häufiger ein Pin geteilt wurde, desto höher wird er von Pinterest im Content-Ranking positioniert

Pinterest vs. Instagram

Pinterest ist neben Instagram das wohl visuellste soziale Netzwerk (oder eben Suchmaschine). Wieso sich als Unternehmen also einen Pinterest-Account anlegen, wenn das bekanntere Netzwerk Instagram ähnliche Funktionen bietet? Aber: Pinterest ist für viele Unternehmen mindestens genauso attraktiv, da sich Funktion und Aufbau in vielen Bereichen völlig von Instagram unterscheiden und mehr Möglichkeiten bieten. Auf Pinterest folgt man, anders als auf Instagram, nicht nur primär Freunden und Bekannten, sondern Personen und Unternehmen, die interessant und inspirierend sind.

Die Vernetzung schafft hier also nicht die persönliche Beziehung, sondern das gemeinsame Interesse an ähnlichen Themen. Zudem machen Unternehmensinhalte Pinterest aus und gelten nicht wie auf Instagram als eher störende Anzeige. 67 Prozent der Nutzer geben an, dass sie durch gepinnte Unternehmensinhalte ein neues Produkt oder eine Marke entdeckt haben. Besonders die extrem lange Haltbarkeit der Pins unterscheidet Pinterest von Instagram. Diese entsteht durch das Prinzip Pinterests, nicht nur eigene, sondern auch fremde Pins auf der eigenen Pinnwand zu teilen. Diese Pins werden dann nicht chronologisch, sondern anhand der Häufigkeit des Teilens angeordnet. Der sogenannte „Evergreen-Content“ sorgt also dafür, dass Content scheinbar unendlich lang zur Verfügung steht. So kann auch ein mehrere Jahre alter Pin noch Nutzern vorgeschlagen werden und so die Klickzahlen erhöhen.

Welcher Content auf Pinterest am besten funktioniert

Thematisch passende Pinnwände, die sich gegenseitig ergänzen, bilden die Struktur des Profils. Besonders häufig werden Produktfotos und Infografiken geteilt. Auch Kundenerfahrungen über den Unternehmensaccount zu teilen, findet auf Pinterest viel Anklang. Fremde Pins, die ihre Kunden ebenfalls interessieren könnten, bilden eine informative Ergänzung zum eigenen Content. Die erfolgreichsten deutschen Unternehmen auf Pinterest haben durchschnittlich 2.436 Pins und 28 Pinnwände.Dass Pinterest noch immer völlig zu Unrecht als PR-Tool unterschätzt wird, beweist das über 40-prozentige Wachstum im Jahr 2016. Immer mehr Unternehmen entscheiden sich daher für einen Account. Da macht dann auch der Pin-It-Button auf der eigenen Website Sinn.

 

Quelle: https://business.pinterest.com/de

 

 

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