Macht Instagram in der Pressearbeit Sinn?

Macht Instagram in der Pressearbeit Sinn?

Instagram wächst und wächst.

Die Foto- und Video-Plattform Instagram ist eines der größten Netzwerke mit etwa einer Milliarde Nutzer weltweit – davon gehen über die Hälfte online und verbringen dort im Schnitt 32 Minuten pro Tag. Wegen der intensiven User-Interaktion ist es sinnvoll, das Netzwerk als einen weiteren Social Media-Zweig zu bespielen. Die Kommunikation ist simpel und einprägsam – eine durchdachte Strategie, guter Content und regelmäßige Postings können zu einem hohen Bekanntheitsgrad führen.

Cheese.

Seit 2010 wächst die Instagram-Community unaufhörlich. Kein anderes Netzwerk erreicht eine so hohe Interaktionsrate – hier wird nonstop geliked, gefollowed und kommentiert. Für das Füttern der Instagram-App ist es ausschließlich interessant, ob die Bilder oder Videos professionell sind und zur geplanten Interaktion passen. Ist das der Fall, können Reichweite und User-Engagement durch die Decke gehen. Steht als Motivator der Verkauf von Produkten auf der Plattform im Vordergrund, dann kann Werbung geschickt in den Medien platziert und zum Beispiel via Influencer-Marketing authentisch verbreitet werden.

Aber auch ohne werbliche Dienste ist Instagram eine wirksame Lösung, um das eigene Unternehmensbild zu pushen – so können etwa Jobangebote rein visuell und zielgruppengerecht gepostet werden. Die Plattform ist vorteilhaft für Produkt- oder Markenbewusstsein, aber auch für den Bekanntheits- und Aufmerksamkeitsgrad eines jeden Unternehmens. Die Umsetzung braucht ein durchdachtes Konzept aus modernen Lifestyle-Inhalten – die richtige Kombination kann für Unternehmen erfolgsentscheidend sein. Bis hierhin hört sich das alles nach Vorteilen für die Marketingabteilung an – aber was kann eine PR-Agentur mit Instagram anfangen?

PR und Instagram

Jede Organisation kann die eigene Corporate Identity mittels Facebook und Co. problemlos transportieren. Aber rein visuell, nämlich mit qualitativ hochwertigen Motiven, werden auf Instagram ganz neue Schwerpunkte gesetzt. Die interaktive Foto-Sharing-Plattform komplettiert die Kommunikation zu einer ganzheitlichen und modernen Strategie. Kombiniert man Pressearbeit mit Bild- und Videocontent aus der Praxis, kann eine noch intensivere Bindung zum Kunden entstehen oder es entwickeln sich völlig neue Geschäftszweige. Zum Beispiel würde sich ein/e PR’ler/in mit vorhandenen Touchpoints wie Messen, Produkttests und professioneller Berichterstattung gut für das Influencer-Marketing eignen. Aber auch Teampotenziale, Agenturleben und geniale Arbeitsergebnisse oder Vorgehensweisen können mithilfe der Instagram-Stories authentisch kommuniziert werden.

Warum also nicht zweigleisig kommunizieren und Inhalt wie auch Tonalität aus der Pressearbeit auf Bild- beziehungsweise Video-Konzepte übertragen, um somit das bisherige Kundenangebot auf ein neues Level zu heben? Meiner Meinung nach spielt Instagram eine wichtige Rolle in unserem Social-Media-Dschungel und es lässt sich aus dem Nutzer-Engagement ableiten, dass der kurzlebige Content eine gefragte Alternative zu bisherigem ist. Auch PR-Agenturen sind davon nicht ausgeschlossen – Instagram ist die Möglichkeit für eine neue Angebotsumstrukturierung in der PR und kann bei der optimalen Vorgehensweise auch langfristig gewinnbringend sein.

Was brauchen Sie, um online zu gehen?

Mit dem Instagram Business Account können Unternehmen ein professionelles Profil anlegen, dieses verknüpft sich bei der Erstellung automatisch mit dem vorhandenen Facebook-Account und übernimmt einige Daten. Vorteile des Business Accounts sind organisierte Statistiken, welche es dem Unternehmen ermöglichen, Erfolge des eigenen Instagram-Contents zu messen – leider lassen sich die Reportings nicht exportieren. Die Anmeldung funktioniert problemlos über die mobile Instagram App – während der Erstellung sollte unbedingt darauf geachtet werden, dass der Account durch die zweistufige Authentifizierung abgesichert ist. Ein weiteres Plus bekommt das einfache Hervorheben eines Posts – die Anzeigen können direkt aus der App heraus erstellt werden.

Zu den drei relevanten Statistiken gehören:

  • Die Profil-Statistik führt die Abonnentenanzahl und Veränderungen gegenüber der Vorwoche auf. Auch Impressionen, Reichweite, demografische Daten der Follower, Zeiten, an denen eigene Follower online sind, Profilaufrufe und Webseitenklicks aus den letzten sieben Tagen werden aufgezeichnet. Besonders hilfreich ist die Statistik für die eigene Inhaltserstellung und -distribution.
  • Alle Interaktionen können von der Post-Statistik analysiert und ausgewertet werden. Gemessen wird der „Gefällt mir“-Button, Kommentare, Speicherungen, Impressionen und die Reichweite.
  • Mit der Story-Statistik werden die Instagram-Stories nach Impressionen, Reichweite, „Weiter getippt“, „Zurück getippt“, „Story verlassen“ und Antworten aufgeführt. Gerade deren Analyse ist besonders hilfreich für das Community Building oder Community Management. Einen hohen Wert hat diese Statistik für Influencer und ihre Marktpartner – die Daten können für jeweils 24 Stunden, sieben Tage oder zwei Wochen abgerufen werden.

Mehr zu Instagram als Tool

Instagram-Stories

Täglich nutzen 300 Millionen User die Stories-Funktion. Interessant für Unternehmen sind verknüpfte Funktionen wie die Stories-Statistiken sowie die Möglichkeit, Links und Anzeigen in Stories einzubauen. Interessante Formate für die PR sind Einblicke in das Agenturleben oder Takeover durch Mitarbeiter/Influencer. Instagram-Stories bieten neben der sorgfältig angelegten Bildergalerie den Vorteil, authentischen, zusätzlichen Content zu teilen und gleichzeitig direkten Interaktionsspaß für den Nutzer zu schaffen. Darüber hinaus sind die Stories downloadbar und lassen sich so über andere Social Media-Kanäle verbreiten.

Mögliche Arten von Online-Videos:
• Erklärvideo, Anleitung/Tutorial
• Screencast
• Whiteboard-Video
• Stop-Motion-Video
• Mitarbeiterinterview, Experteninterview
• Produktvideo
• Support-Video
• Recruiting-Video, Unternehmensporträt/Imagevideo
• Blick hinter die Kulissen/Video-Tour
• Eventvideo, Dokumentation
• Live-Video, Foto-Video, Vlog

Informationen zu den Videoformaten finden Sie in diesem Blogbeitrag: https://blog.press-n-relations.de/pr-social-media-co/videoformate-facebook-instagram/

Instagram-Live

Das Live-Format ist in die Funktion „Instagram-Stories“ eingebettet und als Stories-Feature verfügbar. Bei der Video-Liveübertragung benachrichtigt Instagram via Pop-up-Nachricht eine Auswahl der Follower und während des Livestreams kann dann kommentiert sowie fleißig interagiert werden – anschließend lässt sich das Video abspeichern.

Fünf Fragen, die das Erstellen von Live-Videos strukturieren:
1. Konzeptentwicklung – Habe ich vorab mein Thema sowie meine Story und Zielgruppe definiert?
2. Layout – Wie sehen Ort und Hintergrund in den Bildern/Videos aus?
3. Zeit – Wie lange dauern meine Live-Streams?
4. Qualität – Was brauche ich für eine gute Film- und Tonqualität?
5. Veröffentlichung – Welche Zeit ist die beste um Live zu gehen und wie soll das Live-Video kommuniziert werden?

Spannende Features

• Archive: Statt alte Posts gänzlich zu löschen, lassen sie sich einfach auf
Instagram archivieren und sind für Außenstehende nicht mehr einsehbar.
• Instagram Collection: Posts von anderen Usern können gesammelt und
in Ordnern abgespeichert werden.
• Hashtag-Sticker: Hashtags werden direkt in das Bild oder Video platziert.
• Boomerang: Die Zusatzapp kann kurze Rewind-Videos aufnehmen.
• Rewind-Funktion: Stories können vor- und zurückgespult werden.

Gut zu wissen – drei wichtige Social-Media-Trends 2018

  1. Mit Social-Video individuelle Inhalte teilen: Facebook plant, die Video-Features neu zu gestalten – und wer weiß, welche neuen Ideen noch folgen.
  2. Kurzweiliger Content steht derzeit bei den Usern ganz vorn, weil er auffällt und schnelle Interaktionen fördert. Zudem kann der Nutzer innerhalb weniger Minuten eine große Datenmenge wahrnehmen.
  3. Live Content ist ein zunehmend interessantes Format, welches für viel Engagement sorgt und einfach herzustellen ist.

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