Über Influencer-Marketing hat vermutlich jeder seine eigene Meinung. Fakt ist jedoch, dass es funktioniert. Deshalb nehmen diese Möglichkeit der Werbefläche sowohl große Firmen als auch Start-Ups immer häufiger wahr. Über Instagram & Co. werden sogenannte Meinungsführer gesucht und dafür bezahlt, die Produkte der Hersteller der gewünschten Zielgruppe nahezubringen. Und zwar genau der Zielgruppe, die sich der Influencer bereits aufgebaut hat. Denn das Entscheidende ist, dass der auserwählte Multiplikator genau die Menschen anspricht, die auch das Unternehmen von seinen Produkten überzeugen möchte. So können im Gegensatz zur Print- oder TV-Werbung Streuverluste vermieden werden. Doch auf was achten Firmen und Agenturen bei der Suche nach dem passenden Influencer und was müssen diese dafür vorweisen? Hier ist ein Media Kit entscheidend!

Was ist ein Media Kit?

Ein Media Kit ist in den meisten Fällen ein PDF-Dokument, das wichtige Bilder aus dem Portfolio des Influencers aufweist, über Daten, Zahlen und Fakten rund um Follower und Interaktionen auf den jeweiligen Social Media Kanälen aufklärt und auch die Person selbst beschreibt. Man könnte es als eine Art Bewerbung verstehen, mit der sich Influencer für Kooperationen bewerben. Anhand eines Media Kits sehen Agenturen dann auf einen Blick, wie der Mensch hinter dem Instagram-Profil tickt, welche Werte ihm bei der Zusammenarbeit wichtig sind und wie hoch das Engagement ist, um Preise für Beiträge oder Stories auszuhandeln.

So ist ein Media Kit aufgebaut

Ein authentisches Bild von der Person oder ein Logo sollten auf keinen Fall fehlen und direkt am Anfang platziert werden. Dazu gehört eine kurze Beschreibung dessen, um was es auf dem Blog oder Social Media Kanal geht und welche Interessen verfolgt werden. Für Agenturen sind die Follower-Zahlen und erreichten Konten sowie Page-Impressions wichtig, um einen Eindruck von der Größe der Reichweite des Influencers zu bekommen. Auch Marken, mit denen bereits eine Kooperation eingegangen wurde, können auftauchen. Manche Unternehmen achten beispielsweise darauf, dass nicht bereits mit einem Konkurrenten zusammengearbeitet wurde. Außerdem kann bereits ein Angebot enthalten sein, wie viel man für einen Beitrag oder eine Story verlangt.

Influencer-Marketing und PR – eine Frage der Ethik

Natürlich sind die Grenzen zwischen Marketing und PR nicht immer klar getrennt, da bei einer umfangreichen/ganzheitlichen Unternehmenskommunikation mehrere Kommunikations-Maßnahmen und -Strategien zum Einsatz kommen. Jedoch beruft sich die PR glaubhaft darauf, ehrlich und transparent zu kommunizieren, was beim Marketing vielleicht nicht immer der Fall ist. Ich denke daher, dass es bei der Wahl des Influencers darauf ankommt, dass die zum Unternehmen passenden Werte erfüllt sind, der Mensch sehr natürlich und authentisch rüberkommt und beispielsweise nicht bereits für Konkurrenten arbeitet. Wenn jetzt noch darauf geachtet wird, das Produkt oder die Dienstleistung möglichst dezent und durch ein gutes Storytelling zu verpacken, kann Influencer-Marketing auch aus ethischer Sicht zu PR-Zwecken verwendet werden.

Autorin: Diana Mühlberger