Weitere zwei Wochen habe ich hinter mir und ich bin immer noch glücklich, mich für ein Praxissemester bei Press’n’Relations entschieden zu haben. In der Zeit zwischen meinem ersten Blog bis jetzt stand so einiges an. Das will ich Ihnen natürlich nicht vorenthalten.

Los ging es mit dem jährlich stattfindenden Hoffest. Dieses stand in diesem Jahr unter dem Motto „Gartenparty“. Was sich nach Feiern und Spaß für Kunden und Gäste anhört, endete für die Mitarbeiter, wer hätte es erwartet, in einem ganzen Haufen Arbeit. Gefühlte 10.000 Gartenzwerge mussten ausgeschnitten, beklebt und an Wäscheleinen, Wände sowie Pavillons gehängt werden. Kennen Sie das, wenn man den ganzen Tag eine einzige Sache macht, die einen dann sogar im Schlaf beschäftigt? Also auf meine Liste zu den Dingen, die mir Angst machen, kann ich nun eine weitere Sache schreiben. Denn dazu zähle ich jetzt nicht mehr nur Clowns und Eisverkäufer mit ihrem Eiswagen und gruseliger Klingelmusik, sondern auch Gartenzwerge. Zurück zum Wesentlichen. Außer den Gartenzwergen bemalten wir nämlich noch zahlreiche Stühle, beschnitten Stoffe und beklebten Weinflaschen.

Am Vortag der Party kam allerdings die Horror-Nachricht aller Open Air Veranstaltungen: Regen. Also wieder von vorn: Rollrasen aufrollen. Schubkarre beladen und entladen. Rollrasen ausrollen. Da das Wetter dann doch hielt und es nicht zu regnen begann, wurde das Fest noch zum vollen Erfolg und wir konnten uns bei dem ein oder anderen Feierabend-Bier gemeinsam daran erfreuen. Obwohl es am Tag danach stark regnete, ging der Abbau zügig von der Hand. Möglicherweise auch deshalb, weil man nicht darauf achten musste, ob die Gartenzwerge nach dem Abmachen noch genau so unversehrt aussahen wie zuvor. Das Kapitel Gartenparty hatte ich somit erfolgreich hinter mich gebracht und konnte mich wieder auf das Texten konzentrieren.

Mittlerweile habe ich bereits etwas Schreibpraxis gesammelt. Meine Kollegen geben mir immer wieder die Aufgabe, diverse Presseberichte zu schreiben. Ich bin ihnen dafür sehr dankbar, denn dadurch bekomme ich ein Gefühl für gutes Texten. Ich freue mich über das Vertrauen meiner Kollegen. Es ist alles andere als selbstverständlich, jemandem, der so wenig Schreiberfahrung wie ich besitzt, solch wichtige Aufgaben wie das Erstellen von Pressemitteilungen zu überlassen.

Intensive Gespräche auf dem 1. Ulmer HR-Kompetenzforum

Fotograf: Daniel Grafberger

Die Überraschung der Woche lieferte Uwe, unser Chef. Er schickte mich nämlich kurzerhand auf das 1. Human Resource Kompetenzforum, mit der Aufgabe, darüber einen Bericht zu schreiben. Über 100 Vorstands- und Personalchefs, bekannte Zeitungsgrößen aus dem Ulmer Raum und ich. Mein Plan war, bewaffnet mit einem Block für Notizen, möglichst unauffällig in die letzte Reihe zu sitzen, von dort aus den Referenten zuzuhören und alles um mich herum wie ein Schwamm aufzusaugen. Im Anschluss wird noch der Input in einem Bericht, der mit dem der Profis regionaler Zeitungen mithalten kann, zusammengefasst.

Das erste, was mir auffiel als ich am Veranstaltungsort ankam, war, dass ich der einzige zu sein schien, der keinen Anzug anhatte. Immer noch darauf bedacht, möglichst unauffällig zu sein, erkämpfte ich mir meinen Weg durch die Massen zu meiner Ansprechpartnerin. Diese zeigte mir meinen Platz. Ganz vorne, zweite Reihe, genau in der Mitte. Neben mir waren noch drei andere Stühle mit der Aufschrift „Presse“. Dort nahmen zu Beginn des ersten Vortrags also die „Pressekollegen“ Platz. Und natürlich begannen sie sofort damit, Notizen zu machen oder Fotos zu schießen. Die Vorträge waren nicht nur aus Berichterstatter-Sicht wirklich interessant, sondern das Thema, der Kampf um Fachkräfte, wird früher oder später vor allem auch Studenten beschäftigen.

In meinem letzten Blog verglich ich die beschriebenen Ereignisse mit dem Versuch, laufen zu lernen. Wenn ich heute die Zeit seit meinem letzten Blog bis jetzt zusammenfassen müsste, dann würde ich sie damit vergleichen, als Nichtschwimmer ins kalte Wasser geworfen zu werden. Das ist allerdings keinesfalls negativ gemeint, denn so lernt sich’s halt einfach am schnellsten.

Max B.-Praktikant