Ich kann mich noch gut daran erinnern, wie ich damals, etwas aufgeregt, durch die große grüne Tür ging. „Heute wird mich das gelbe Haus einen ganzen Tag lang verschlucken“, dachte ich damals. Seit dem 1. September ist über ein Monat vergangen und noch immer schreite ich jeden Tag durch die gleiche grüne Tür. Die Aufregung ist allerdings verflogen. Geblieben ist die Vorfreude auf einen neuen Tag voller Herausforderungen, Aufgaben und wertvollen Erfahrungen.

Natürlich hat sich mittlerweile eine gewisse Routine eingestellt. So ist zum Beispiel der morgendliche Gang zur Kaffeemaschine und das anschließende Lesen der regionalen Tagespresse (Ja, zu meinen Aufgaben gehört tatsächlich, die Zeitungen nach Berichten über unsere Kunden zu durchforsten) fester Bestandteil meines Morgenrituals geworden. Ebenso, wie die täglich anstehenden Clippings und Scans für meine Kollegen, die den Erfolg unserer Arbeit dokumentieren. Eintönig ist mein Arbeitsalltag allerdings auch dann nicht, wenn gerade kein Hoffest ansteht. Denn meine Kollegen versorgen mich regelmäßig mit neuen anspruchsvollen Aufgaben. So schreibe ich an einem Tag an meinem Beitrag für den Blog und an einem anderen an einer Presseinformation, in der ein neuer Staubsauger vorgestellt wird. Sie fragen sich, was an Presseinformationen über Staubsauger so interessant sein kann? Ich persönlich finde es spannend, herauszufinden, wie die unterschiedlichen Texte geschrieben werden müssen. Denn entgegen der lockeren Schreibweise bei einem Blog muss bei der Presseinformation unter anderem auf die richtige Form geachtet werden. Diese unterscheidet sich mitunter stark, je nachdem, um welchen Sachverhalt es sich handelt. So muss zu Beginn überlegt werden, was man denn eigentlich über ein bestimmtes Produkt – wenn wir mal bei dem Beispiel Staubsauger bleiben – sagen will. Mal abgesehen von den gegebenen Daten. Das zu bestimmen ist oft nicht einfach.
Außerdem trägt die Themenvielfalt – bedingt durch die Branchendiversität der Press’n’Relations-Kunden – stark dazu bei, dass keine Monotonie aufkommt. Einige Beispiele, über welche Themen ich bisher berichten durfte: Hochdruckreiniger, Staubsauger, Kompetenzforen, Benefizkonzerte,… Das Paradies für einen Praktikanten. Ich darf mich an allem einmal versuchen und kann Erfahrungen aus jeder Sparte zusammentragen. Aber auch das Wechseln von Glühbirnen übernehme ich gerne, denn im Gegensatz zu meinen Kollegen brauche ich mit meinen 2,06 Metern keine Leiter.

Obwohl mein Tag immer mit dem morgendlichen Gang durch die grüne Tür hin zur Kaffeemaschine beginnt, füllt er sich im späteren Verlauf doch meistens mit sehr unterschiedlichen Aufgaben. Da kann es einem leicht passieren, dass man mal die Zeit vergisst. So kommt es vor, dass ich das Gefühl habe, kaum angekommen zu sein, wenn schon fast wieder Mittag ist. Ist die Mittagspause zu Ende, ruft bald schon wieder der Feierabend. Ein Tag fühlt sich kaum länger als eine Stunde an. Ehe ich mich versehe, fahre ich freitags gut gelaunt ins Wochenende. Ich bin jedes Mal aufs Neue überrascht, wenn schon wieder zwei Wochen vergangen sind. Meist merke ich das sogar nur wenn meine Kollegen mich darauf ansprechen, dass es mal wieder Zeit für den nächsten Blog ist. Und am Ende wünscht sich jeder Praktikant doch einen ausfüllenden Praktikumsplatz, bei dem er gefordert und gefördert wird.

Max B. – Praktikant