Es fühlt sich an, als sei es erst gestern gewesen: An einem heiteren April-Montag öffnete ich zum ersten Mal die Tür zur Hausnummer 33 der Magirusstraße, wo mich ein augenscheinlich gelbes baufälliges Haus erwartete. Etwas ängstlich, aber auch gespannt, was mich in den nächsten Wochen erwarten wird, stieg ich die Treppen der überraschend modernen Einrichtung empor und wurde herzlich empfangen. Nach knapp drei Monaten sitze ich nun vor dem riesigen Apple Computer, der inzwischen mein ständiger Begleiter geworden ist, und versuche in meinem letzten Blogeintrag die Praktikumszeit bei Press’n’Relations noch einmal kurz Revue passieren zu lassen. 

Aller Anfang ist schwer

Fünf Blogs, 49 gelbe Postboxen, ein Berg von Rechnungen und Clippings, bei denen ich das Zählen schon lange aufgegeben habe – gegenwärtig sind mir diese Begriffe durchaus geläufig. Rückblickend auf den Praktikumsstart, war dies jedoch nicht immer der Fall. Zu meinem Bedauern fielen Blogbeiträge nicht aus dem heiteren Himmel. In facto blickte ich gewöhnlich auf einen weißen Bildschirm, während meine Arbeitskollegen im Handumdrehen ganze Romane zu Papier brachten. Darüber hinaus machte mir ein vierstelliger Zahlencode zu schaffen. Ausgerechnet die Kombination zur Eingangstüre wollte mir nicht in Erinnerung bleiben. So schob ich vor jedem harmlosen Türklingeln Panik, sodass unser Postbote manchmal vergeblich auf mich warten musste. Neben Blog-Veröffentlichungen und gelben Kisten gab es auch diverse Bezeichnungen, unter denen ich mir nicht im Geringsten etwas vorstellen konnte. Ein Clipping klang für mich zunächst wie ein unbekanntes Phänomen und mit Rechnungen hatte ich mein Leben lang nichts am Hut. Mit der Zeit entwickeln sich jedoch auch anfängliche Schwierigkeiten zur Routine. So wurde mir schrittweise und nach zahlreichen Erklärungen klar, dass es sich bei dem vermeintlichen Fremdwort um nichts anderes als ein Pressebeleg handelte und Rechnungen erwiesen sich gewiss nicht so kompliziert, wie die Vermutung einem weismachen wollte.

Was bleibt, ist die Erfahrung

Zu meinem Glück begleitete mich ein herzliches Team auf meiner Reise, welches mir trotz ursprünglicher Hindernisse immer vollstes Vertrauen schenkte. Der Einblick in die facettenreiche PR-Welt lockte mich aus meiner Komfortzone, sodass ich mein Unwissen füllen und mich weiterentwickeln konnte. Heute bin ich nicht nur eine Clipping-Spezialistin, sondern auch ein Superhirn für einfache Zahlenkombinationen. Obendrein ermöglichten mir die zahlreichen Blogartikel und das Gegenlesen meiner Fachgenossen, mein Schreibvermögen zu verbessern und eine kreative Seite von mir kennenzulernen, die mir vorher nicht bekannt war. Wem also die PR-Arbeit noch fremd erscheint, dem empfehle ich einen kurzen Halt am gelben Haus der Magirusstraße, denn ein vielseitiger Beruf wie dieser lässt sich nicht in einem Blogartikel zusammenfassen.

In diesem Sinne ein großes Dankeschön für die Aufnahme in die Press’n’Relations-Agentur. Es war eine schöne und erfahrungsreiche Zeit, die mir mit einem Hauch von Pizza in Erinnerung bleiben wird :-)!

Von Eileen Wagner