Prolog:
„Das ist eine Weggabelung“, sagt Fabian.
„Ich weiß“, sage ich.
„Kannst du was sehn?“, fragt Fabian.
„Nö“, sage ich.
Die Senkel unserer Wanderschuhe sind staubmatt, der Rucksackgurt schnürte schon immer.
„Und jetzt?“, fragt Fabian.
„Keine  Ahnung“, sage ich.

(aus „Der Ameisenmann“ von Julian Heun, Poetry-Künstler)

Etwas, worin ich wirklich schlecht bin, ist entscheiden. Angefangen mit der Entscheidung, welche Pizza ich aus dem Supermarkt mitnehme (wer schon mal im Marktkauf vor diesem Ungetüm von Truhe stand weiß, was für eine schwere Aufgabe das ist), bis hin zu dem, was ich eigentlich mit „meinem Leben“ anfangen möchte.

Mit der Absicht, in der letzteren Frage ein bisschen weiter zu kommen, bin ich bei
Press ’n‘ Relations gelandet. Und es war mit Sicherheit keine Bruchlandung. Denn ich bin jetzt im Bilde, wie das bei den PRlern so läuft und der Clipping-Guru in Person. Vor allem durfte ich eine tolle Zeit in einem wirklich tollen Betrieb verbringen, in dem man stets neue Einblicke in eine unerwartet vielseitige Arbeit haben kann. Doch in Sachen „Berufsorientierung“ trete ich noch auf der Stelle. Denn ich weiß einfach immer noch nicht, was ich machen will und ob die PR-Arbeit und ich tatsächlich zusammenpassen. Deswegen bin ich jetzt mutig und weiß einfach noch nicht „was“. Dafür aber „wohin“. Denn was macht der junge Mensch heutzutage, wenn es ihm an Lebenserfahrung und Ähnlichem mangelt, um wichtige Entscheidungen zu treffen? Er geht raus in die weite Welt, um sich selbst zu finden (oder aus einem ähnlich theatralischen Grund).

Was ich aber noch ganz dringend sagen möchte, ist ein riesengroßes, fettes Danke! Danke für:

  • die Aufnahme in dieses außergewöhnlich lustige und herzliche Team
  • die offenen Ohren für all meine Fragen
  • für das Vertrauen, so viele Bereiche meiner Arbeit so frei und selbstständig gestalten zu dürfen
  • die bestärkenden Worte für mein – äh ja – worin ich halt so gut bin
  • die vielen Korrekturen meines Geschreibsels
  • das Verständnis für etwaige Ausfälle (irgendwie muss ich diverse Viren dieses Jahr enorm verärgert haben)
  • Kost und Logis (Pizza!)
  •   und für die Möglichkeit, die gesamte blog’n’relations-Leserschaft mit meinem (hoffentlich unterhaltsamen) Schrieb zu beglücken. Es hat wirklich viel Spaß gemacht!

Epilog:
„Das ist eine Weggabelung“, sagt Fabian.
„Ich weiß“, sage ich.
„Kannst du was sehn?“, fragt Fabian.
„Nö“, sage ich.
Die Senkel unserer Wanderschuhe sind staubmatt, der Rucksackgurt schnürte schon immer.
„Und jetzt?“, fragt Fabian.
„Keine  Ahnung“, sage ich. „Aber hier, können wir nicht bleiben!“

(s.o.)

Hochachtungsvoll und mit Knicks vor dem ganzen Press’n’Relations Team,

Lea Biermann

 

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