Nun ist es also soweit. Kaum ein paar Tage an meinem neuen Arbeitsplatz, soll ich schon meinen eigenen Blog schreiben. Abgesehen von meinen mehr oder weniger erfolgreichen Deutsch-Klausuren in der Schule ist es das erste Mal, dass ich mich mit kreativem Schreiben auseinander setze. Wenn ich mir die Blogeinträge meiner Vorgänger durchlese, wird mir ganz schwummrig. Ich soll etwas ähnlich Qualitatives wie diese Meisterwerke abliefern? Im Moment sitze ich vor meinem Bildschirm und fühle mich so klein wie selten zuvor. Wie kann ich einen Berg besteigen, ohne jemals geklettert zu haben? Nachdem ich einen kurzen Moment der Verzweiflung abgeschüttelt habe, mache ich mich mit nichts außer meiner Motivation und einer Tasse Kaffee im Gepäck einfach mal auf den Weg, blind drauf loszuschreiben, hoffend, dass meine ersten „Gehversuche“ irgendwann in der erfolgreichen Besteigung des Gipfels enden werden.

Bei der Gestaltung der Blogeinträge wird mir fast komplett freie Hand gelassen. Eine der wenigen Auflagen ist es jedoch, mich in meinem ersten Artikel vorzustellen.

Hier also kurz zusammengefasst, was Sie über mich wissen sollten: Maximilian Baumeister, 22 Jahre, 2,06 Meter groß (spiele kein Basketball), wohnhaft in Laupheim. Ich bin Student an der Hochschule Neu-Ulm, befinde mich momentan im vierten Semester des Studiengangs Informationsmanagement und Unternehmenskommunikation. Wie zu Beginn bereits erwähnt, geht meine bisherige „Schreib-Erfahrung“ quasi gegen Null und ich bin deshalb sehr froh, mein Praxissemester bei den Profis von Press’n’Relations machen zu dürfen. Ich erwarte von meinem Praktikum, dass ich nicht nur das erste „Gipfelkreuz“ – diesen Blogeintrag – erreiche, sondern mir Fähigkeiten und Erfahrungen aneignen kann, die mir helfen, noch höhere Gebirge und Ziele erreichen zu können.

An den Fuß des Berges, vor dem ich jetzt stehe, kam ich über zahlreiche Umwege. So dachte ich noch vor wenigen Jahren nicht, dass eine der Spitzen, die es zu erklimmen gilt, das Schreiben eines Blogs ist, sondern war vielmehr damit beschäftigt mir zu überlegen, ob ich nach meinem Hauptschulabschluss weiter zur Schule gehen oder eine Ausbildung anfangen sollte. Ich entschied mich für ersteres und hatte 2011 mein Abitur in der Tasche. Nach kurzem Aufenthalt bei der Bundeswehr wollte ich sogar noch höher hinaus und begann mein erstes Studium mit dem Ziel, Lehrer zu werden. Leider stellte sich nach zwei Semestern heraus, dass dieses Gebirge für mich nicht das richtige war und ich entschied mich dazu, in anderen Regionen nach einer Herausforderung zu suchen.

Nach erfolgreichem Abschluss meiner Suche bin ich wieder einmal an einem neuen Abschnitt meines Lebens angekommen und sehe mich erneut vor Hürden, die erst einmal überwindet werden wollen. Eine nach der anderen!

Drei große konnte ich bereits, wenn auch nicht ohne Schwierigkeiten, überwinden und stehe nun also vor der vierten – dem Praxissemester.

So verlockend auch die Aussicht ganz oben ist, wenn man an die Spitze will, muss man erst ein paar kleinere und größere Hindernisse überwinden. Direkt davor stehend, wirken diese allerdings unüberwindbar und so hoch wie der Mount Everest. Das bessert sich erst, je näher man der Spitze kommt. Während ich also noch zu Beginn dieses Eintrags das Gefühl hatte, vor einem unüberwindbaren Berg zu stehen, muss ich mir nun eingestehen, dass die Besteigung einfach allein dadurch geglückt ist, dass ich damit angefangen habe, einen Fuß vor den anderen zu setzen.

Ich freue mich auf jeden weiteren Berg, der während meines Praxissemesters bei Press’n’Relations auf mich zukommt, und werde auch weiterhin damit anfangen, einfach loszulaufen.

Mit freundlichen Grüßen,

Max B. – Praktikant