Es ist sicher keine Überraschung, wenn ich behaupte, dass soziale Medien enormes Potenzial bieten, um als Unternehmen Inhalte an seine Zielgruppen zu transportieren. In dem Zusammenhang soll heute jedoch ein ganz spezieller Aspekt beleuchtet werden, dem ich in meinem Arbeitsalltag mittlerweile regelmäßig Tribut zolle: Social Selling.

Das Konzept, welches – wie sollte es anders sein – seinen Ursprung auf der anderen Seite des Atlantiks hat, zielt laut Definition darauf ab, soziale Beziehungen aufzubauen, um den Absatz der eigenen Produkte und/oder Dienstleistungen zu steigern. Kanäle der Wahl sind dabei nicht zuletzt soziale Netzwerke wie LinkedIn, Facebook und Twitter.

Mitarbeiter als Unternehmensbotschafter

In der Praxis heißt das nichts anderes als die Belegschaft zu ermutigen, ihre sozialen Netzwerkaktivitäten auch in den Dienst der geschäftlichen Wertschöpfung zu stellen. Durch das gezielte Teilen von branchenrelevanten Inhalten und Unternehmensnews haben Mitarbeiter die Chance, ihre Reputation als Marktexperten aufzubauen und zu festigen.

Andererseits profitiert das Unternehmen natürlich von der Multiplikatorwirkung. In einem entsprechenden Webinar dazu war von acht mal höheren Engagement-Quoten die Rede, wenn Mitarbeiter Unternehmensinhalte posten. Markenbotschaften werden danach 24 mal öfter geteilt, wenn sie über ein persönliches Profil verbreitet werden – und nicht nur über die Unternehmensseite auf Facebook, Twitter, LinkedIn und Co.

Support auf Agenturseite

Wer sich jetzt fragt, wie wir als PR-Agentur in dem Zusammenhang unterstützen: Nachdem bisher ganz klassisch die eigentlichen Unternehmensprofile eines unserer Kunden mit Beiträgen „gefüttert“ und dann im Idealfall von den Mitarbeitern über ihre persönlichen Profile geteilt wurden, tragen wir mittlerweile gezielt zur Professionalisierung des „Social Sellings“ bei.

Bambu: Werkzeug für „Employee Advocacy”

Werkzeug der Wahl auf Kundenseite ist dabei „Bambu“. Die Anwendung vereint gleich mehrere Vorteile: Einerseits gelangen die registrierten Personen einfach und strukturiert an Unternehmensinhalte, die sich beliebig und ohne viel Mühe über die persönlichen Profile auf Facebook, Twitter und LinkedIn kommunizieren lassen – und zwar als „Originalpost“ und nicht nur als Retweet oder geteilter Inhalt vom Company-Profil. Anderseits wecken entsprechend generierte Rankings zur Aktivität der angemeldeten Mitarbeiter den Ehrgeiz, immer mehr Unternehmensinhalte zu teilen. Last but not least vermitteln die hinterlegten Reports einen Eindruck von der potenziellen Reichweite der jeweiligen Unternehmensbotschaft.

Wenn eine Facebook-Business-Seite beispielsweise 1.000 Abonnenten hat, werden nicht nur diese mit den Postings erreicht. Mögliche Empfänger sind darüber hinaus auch alle „Freunde“ der weiteren Sender, auf deren Profil die Botschaft erscheint. Bambu führt dieses Zahlen zusammen und zeichnet somit ein deutlich genaueres Bild von der potenziellen Gesamtleserschaft. Über die in Bambu verzeichneten „Shares“ lässt sich zudem von Seiten der Unternehmenskommunikation ableiten, welche Themen die Mitarbeiter für relevant erachten. Die Content-Erstellung kann somit weiter optimiert werden. 

Erwartungsgemäß werden die neuen Möglichkeiten von den Mitarbeitern in einzelnen Ländern unterschiedlich gut angenommen. Diese Erkenntnis deckt sich mit allgemeinen Daten zur Social-Media-Nutzung, nach denen Deutsche beispielsweise immer noch als Social-Media-Muffel gelten. Nach meiner eigenen Wahrnehmung gibt es gerade in Deutschland zudem nach wie vor eine deutlich stärkere Trennung zwischen privater und beruflicher Social-Media-Nutzung.

Nichtsdestotrotz: Gerade bei Mitarbeitern mit insgesamt hoher Social-Media-Nutzung verschwimmen die Grenzen immer mehr – was entscheidende Chancen für das Social Selling bietet. Und so werde ich sicher auch künftig „passgenaue“ Informationshäppchen zum Verteilen für die Mitarbeiter unseres Kunden auf Bambu einpflegen.