Ich bin bestimmt nicht die einzige, der in den letzten Wochen und Monaten vermehrt die Bewerbung von Snapchat-Accounts aufgefallen ist. Besonders auf Instagram pinnen Unternehmen, Medien, Blogger, Celebrities & Co. anstatt realer Orte oder „normaler“ Bildunterschriften den eigenen Snapchat-Namen neben ihren Fotos. Kurzum: Der nur für Smartphones und Tablets erhältliche kleine Messenger-Geist hält langsam aber sicher auch in Deutschland Einzug. Wie so oft schwappt der Trend aus den USA rüber, wo Snapchat schon im Jahr 2011 gegründet wurde und heute sogar als Bezahlsystem – „Snapcash“ – genutzt wird. Das ursprüngliche Prinzip: User können Bilder verschicken, die nach maximal zehn Sekunden automatisch gelöscht werden. Das möchte natürlich nicht jeder einsehen, deshalb verewigen manche die Spukereien via Screenshot – darüber wird der Urheber immerhin benachrichtigt. Mich persönlich hat Snapchat als Plattform zur professionellen Nutzung (noch) nicht überzeugt. Sei es wegen der, wie ich finde, komplizierten Bedienung (habe mich ernsthaft gefragt, ob ich mit nur 26 Jahren tatsächlich zu alt dafür sein könnte) oder weil ich bisher schlichtweg den Sinn dahinter nicht verstanden habe: Kann man mit Snapchat Inhalte generieren, denen kein anderer Kanal gerecht wird? Dient der Messenger vielleicht doch nur zur Bespaßung einer eher jüngeren Zielgruppe mit manchmal grenzwertigen, privaten Inhalten? Einzig einleuchtend erscheint mir die in diesem Jahr gelaunchte Funktion „Snapchat Discover“ für Medien unterschiedlicher Kategorien. Und trotzdem: Woher nimmt man eigentlich die Zeit für die Pflege eines weiteren Social Media Kanals? Wer nun trotz meiner Zweifel neugierig geworden ist und mehr über Snapchat erfahren möchte, kann sich durch unsere Linksammlung klicken. Viel Spaß dabei!

Blog von Snapchat

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