Ungefähr so hat sich Facebook-Pixel in unsere Agentur eingeschlichen: Wer sich im Facebook-Business-Manager einloggt, stößt kurz darauf auf den Hinweis „Facebook-Pixel installieren“. Das irritiert nicht nur, sondern erweckt den Eindruck, dass man es unbedingt installieren muss, um auf dem aktuellsten Stand zu bleiben. Facebook hielt es dabei nicht für notwendig, einen konkreten Anwenderhinweis zur Verfügung zu stellen, sondern den User stattdessen direkt zur Installation aufzufordern. Wir wollten wissen, was dahintersteckt und ob das Tool für uns überhaupt sinnvoll ist.

Was kann Facebook-Pixel eigentlich?

Facebook-Pixel ist ein Stück Programmcode, welcher auf der eigenen Website eingebunden werden kann, um die Handlungen der Besucher geräteübergreifend zu analysieren und auszuwerten. Das Analyseinstrument hilft uns dabei, die Effektivität der geschalteten Werbemaßnahmen auf Facebook zu messen und anschließend anhand dieser Daten zu optimieren.

Beispiel:
Beim Veröffentlichen einer Facebook Werbeanzeige – mit Link zur eigenen Website – misst Facebook-Pixel die Online-Handlungen des Users. Diese Informationen gehen zeitgleich an unseren Facebook-Business-Manager. Aus den gesammelten Daten werden automatisch Zielgruppen erstellt und für künftige Facebook-Werbeanzeigen vorgeschlagen. Angepasst auf die entsprechenden Zielgruppen empfiehlt Facebook zusätzlich hilfreiche Werbeinstrumente.

Vor- und Nachteile von Facebook Pixel

Vorteile Nachteile
Kampagnen-Optimierung Controlling  
Hohe Reichweite Implementierung ist eventuell mit Zusatzkosten verbunden
Geringe Streuverluste – genaue Zielgruppenansprache DSGVO – Datenschutzerklärung anpassen
Traffic steigern – Lookalike Audiences Cookie einbinden
Conversions Optimierung – Wirkung und Erfolg von Werbeanzeigen können genau gemessen werden  
Automatische Zielgruppenerstellung  
Ausführliche Statistiken über Zielgruppen  

Folgende Voraussetzungen müssen vor der Installation gegeben sein:

  1. Eine Unternehmenswebseite muss vorhanden sein
  2. Der Webseiten-Code muss aktualisierbar sein
  3. Ein Facebook Werbeanzeigenmanager muss genutzt werden

Wie kann Facebook-Pixel eingebunden werden?

  1. Mit Hilfe eines Tags/Integration Managers
  2. Manuelle Installation
  3. Installation durch einen Entwickler – Die genaue Anleitung für den Entwickler finden Sie hier: https://www.facebook.com/business/help/952192354843755

DSGVO und Facebook-Pixel

Die Datenschutzerklärung muss vorab rechtlich einwandfrei auf Einsatz und Verwendung des Facebook-Pixels ausgerichtet sein. Anschließend muss der Nutzer beim Aufruf der Website mit einem Hinweis auf den Gebrauch von Facebook-Pixel um ein ausdrückliches Einverständnis gebeten werden. Nach Einwilligung kann der Pixel auf der Website eingebunden und der Nutzer bei seinen Online-Aktivitäten getrackt werden. Wird der Einsatz von Facebook-Pixel verweigert, muss die Website so programmiert sein, dass Facebook-Pixel nicht aktiviert wird. Das Ganze lässt sich mit einem „Facebook-Pixel-Opt-In“-Cookie – einem Zustimmungsverfahren aus dem Permission Marketing – und einem „Facebook-Pixel-Opt-Out“-Link regeln. An dieser Stelle ist jedoch ein erfahrener Programmierer der richtige Ansprechpartner.

Mehr zu den rechtlichen Vorschriften finden Sie unter: https://drschwenke.de/facebook-pixel-voraussetzungen-fuer-einen-rechtssicheren-einsatz/

Für wen macht Facebook-Pixel Sinn?

Nach langer Recherche bin ich tatsächlich auf keinen einzigen Ratgeber gestoßen, welcher einen Überblick darüber bietet, für wen sich die Installation von Facebook-Pixel lohnt. Jedoch um abzuwägen, ob sich der Installationsaufwand rentiert, habe ich ein kurzes Fazit gezogen: Facebook-Pixel ist ein sehr wertvolles Instrument für Marketingaktivitäten, um speziell Marketingkampagnen rund um das Produkt oder andere Dienstleistungen von kleinen, mittelständischen und großen Unternehmen zu optimieren. Der Pixel ist für unsere Business-to-Business-Agentur zwar ein nettes Gadget, aber nicht zwingend notwendig und deshalb vorerst auch nicht bei uns installiert. Für Agenturen, welche die Social-Media-Aktivitäten ihres Kunden begleiten, organisieren, analysieren, auswerten und optimieren, macht das Tool oder zumindest die Empfehlung an den betroffenen Kunden jedoch absolut Sinn.

Weitere Infos zum Pixel finden Sie unter diesem Link – Viel Spaß beim Lesen: https://www.facebook.com/business/help/742478679120153