Maylin, ein Name dessen Aussprache nicht viele direkt beherrschen. Maylin, eine Person die nicht viele direkt verstehen. Versteh ich sie? Wer ist sie? Ein Mysterium oder doch nur eine normale Person mit einem außergewöhnlichen Namen?

Ich habe Experten gefragt, ob sie mir die genannte Person in drei Wörtern beschreiben können: (Vorsicht: Parteiische Meinungen, könnte kitschig werden)
Experte 1: kreativ (es werden bereits hohe Erwartungen für den Blog gesetzt), liebevoll, abenteuerlustig
Experte 2: kontaktfreudig, hilfsbereit, verwirrt
Experte 3: aufgeschlossen, aufrichtig, charismatisch
Experte 4: weltoffen, intelligent, durchsetzungsstark
Experte 5: nicht zu beschreiben

Nachdem wir diese Kitschparade über uns ergehen lassen haben, kommen wir zu den Fakten. Maylin ist die neue Praktikantin bei Press’n’Relations. Die oben genannten Experten haben sich bereits ein Bild von ihr gemacht. Ob durch eine gemeinsame Schulzeit am Scholl Gymnasium oder durch gezwungenes Beisammensein aufgrund von genetischer Verbindung. (Hab dich lieb, Mama)

Wie werden die Mitarbeiter von Press’n’Relations auf sie reagieren?

Der erste Tag ist gekommen. Sie tritt in den Raum. Was fällt den Leuten auf? Ist es der blonde Haaransatz ihres sonst dunkelbraunen Wuschelkopfes? Sie ist Teil einer raren Gruppe von Blondinen, die ihre Haare dunkler färben.
Sind es die ehemals weißen Sneaker, die ihre Leuchtkraft im letzten Monat durch eine bewegte Europareise verloren haben? Paris ist dreckig.
Oder ist es ein hoffentlich nicht unsicher wirkender Blick, weil sie das erste Mal in einem Büro arbeiten wird und niemanden enttäuschen will? Ich hoffe es ist das charmante Lächeln einer netten Brünetten.
Um zur dramatischen, vom Publikum höchst unerwarteten Auflösung zu kommen: ich bin Maylin. Als frisch gebackene Erwachsene und Abiturientin hat es mich kurzerhand zu Press’n’Relations verschlagen. Durch meine Liebe zum Schreiben, Fotografieren und Kaffeetrinken, hat mich die Stelle direkt verlockt. Boom, nach dem Vorstellungsgespräch am Freitag, saß ich bereits am nächsten Dienstag an meinem neuen Schreibtisch.

Von Schönheit und zweiten Müttern

An meinem zweiten Arbeitstag habe ich mir das Magazinarchiv vorgenommen und etwas reingeschnuppert. In einem Artikel über den Regisseur Ersan Mondtag entdeckte ich ein Zitat von Dostojewski, einem russischen Schriftsteller. „Schönheit wird die Welt retten“. Schönheit ist individuell. Meine Vorstellungen von Schönheit habe ich zu meinen Leidenschaften gemacht. Ich behaupte, dass das große Weltretten im Seelenretten der kleinen Menschen beginnt. Seine persönliche Schönheit des Lebens zu entdecken, ist also wichtig für den Selbstfindungsprozess. Mein Leben besteht aus Musik, Fotografie, Schauspiel und Schreiben. Letzteres hat mich hierhergeführt. Das ist nicht der einzige Grund, warum ich jetzt hier sitze. Ein zweiter Faktor hat mich zu meinem momentanen Arbeitsplatz gebracht: Meine zweite Mama Désirée Müller arbeitet hier. Wenn sie mich in drei Wörtern beschreiben müsste, wären diese wahrscheinlich: Die gute Tochter. Désirée ist die Mutter meiner besten Freundin, die ich seit 13 Jahren kenne. Bei meiner Mutter ist ihre Tochter die „gute Tochter“. Wir sind also quitt.

In den nächsten drei Monaten freue ich mich hinter die Kulissen einer PR-Agentur zu schauen, mich selbst im Schreiben neu zu entdecken und meine Leidenschaften in diesen Blog einfließen lassen zu können. Also passt gut auf euer Sehorgan auf, damit ihr meine Posts weiter verfolgen könnt.

Mütter und Töchter: Maylin, Désirée, Christine und Lena-Marie (v.l.n.r.)