„Berlin, Berlin, wir fahren nach Berlin!“ Kurz vor der Fußball-WM denke ich gerne an diesen legendären Schlachtruf der Fußballfans – ein Spruch, der immer mit viel Vorfreude, Spannung und auch mit Erwartungen verbunden ist. Und das gilt auch jenseits von Champions League und WM-„Sommermärchen“. Denn mit Press’n’Relations sind wir Anfang April in der Hauptstadt angekommen. Und so sitze ich in unserem nagelneuen Büro in Berlin-Mitte und freue mich sehr auf spannende neue „Begegnungen“, um im Fußballjargon zu bleiben.

Das Bürogebäude unserer neuen Niederlassung

Das Bürogebäude unserer neuen Niederlassung

In Süddeutschland und im angrenzenden Alpenraum haben wir uns ja mit unserer Ulmer Zentrale und den Büros in München, Wien und Zürich bereits gut etabliert. Deshalb war es an der Zeit für ein „Auswärtsspiel“ im Nordosten, um mit Berlin einen weiteren Medienstandort zu besetzen. Für Press’n’Relations ist die Gründung der neuen Niederlassung ein wichtiger Meilenstein. Denn wir erschließen neue Märkte, stärken unsere Präsenz im deutschsprachigen Raum und haben nun vor Ort den direkten Draht zu wichtigen Medien, Bundesverbänden und zur Politik – der Reichstag ist gerade einmal 1,5 Kilometer von unserem Büro entfernt. Auch für mich persönlich ist die Expansion nach Berlin ein bedeutender Schritt. Meine neue Position als Niederlassungsleiter ist eine wichtige berufliche Perspektive – verbunden mit der Kontinuität, die sich aus der vertrauensvollen Zusammenarbeit mit bestehenden Kunden sowie meinen geschätzten Kolleginnen und Kollegen von Press’n’Relations ergibt.

Ich bin erst seit rund sechs Wochen hier in Berlin, weshalb ich mir noch kein wirklich umfassendes Bild machen konnte. Dennoch verfolge ich mit großem Interesse einige spannende Bewegungen und Strömungen, an denen wir als B2B-Agentur partizipieren können. Ausgehend von der hohen IT-Kompetenz, den 3,5 Millionen Einwohnern und den großflächigen urbanen Strukturen entwickelt sich hier derzeit eine sehr vitale e-Commerce- und Mobility-Branche. Abseits des (zum Glück) abflauenden IT-Hypes entstehen hunderte neuer Dienstleister. Sie bieten Home-Delivery-Lösungen an, sind im Car Sharing unterwegs oder entwickeln Konzepte für Elektromobilität.

Diese kleinen Start-Ups wachsen immer öfter zu bundesweit erfolgreichen Mittelständlern heran, wie die Beispiele Idealo.de, Brands4friends oder Zalando zeigen. Besonders spannend finde ich, dass sich Berlin derzeit zum europaweiten „Testlabor“ für Elektro-Mobilität entwickelt. Es laufen zahlreiche Forschungsprojekte und Pre-Tests, an denen sich verstärkt auch Energieanbieter beteiligen. Und die Stromer befördern nicht nur Personen, sondern immer öfter auch Fracht, die umweltschonend im Verteilerverkehr ausgeliefert wird. Die Bundesregierung freut es: sie kann vor der eigenen Haustür auf Success Stories verweisen – auch wenn die Zielvorgabe 1 Million E-Autos bis 2020 kaum mehr realisiert werden kann. Aber immerhin: Es tut sich etwas und Berlin ist Vorreiter. Und wir von Press’n’Relations können mit unserer IT-, Energie- und Logistikkompetenz solche Projekte aktiv begleiten.

Das Beispiel Elektro-Mobilität demonstriert, dass in Berlin, wo besonders im Energie-Sektor die „alten“ und „neuen“ Industrien mit ihren Bundesverbänden aufeinandertreffen, vieles in Bewegung ist. Die innovationsfreudigen und offenen Berliner zeigen, dass es nicht immer ein „entweder-oder“ wie Pkw oder ÖPNV sein muss. Es kann auch ein „sowohl-als-auch“ geben  – zum Beispiel beim aktiven Ausprobieren von neuen Konzepten wie Car Sharing. Ich denke, dass diese Offenheit der Hauptstädter damit zu tun hat, das sich diese Stadt innerhalb kurzer Zeiträume immer wieder auf Neues einstellen musste: Krieg, Kriegsende und Teilung der Stadt, Wiedervereinigung, Berlin als „neue alte“ Hauptstadt, Berlin versus Brüssel, IT-Boom und Globalisierung …

Der Mauer-Verlauf an der Boyenstraße, Quelle: Berlin.de

Der Mauer-Verlauf an der Boyenstraße, Quelle: Berlin.de

Einen schönen Beleg übrigens, dass die ehemals geteilte Stadt Berlin wieder zusammenwächst, liefert die Boyenstraße, der Sitz unseres neuen Büros. Sie folgt exakt dem Verlauf der Mauer, die an dieser Stelle die Stadtteile Alt-Mitte (Ost) und Wedding (West) getrennt hat. In den 25 Jahren seit der Wende hat sich entlang der ehemaligen Mauer ein attraktives Wohn- und Gewerbegebiet entwickelt, mit hochwertigen Appartements und modernen Bürogebäuden. Nach und nach werden die immer noch vorhandenen Baulücken geschlossen. Nur ein kleiner Gedenkstein auf dem Bürgersteig und einige historische Fotos vom „französischen Sektor“ im Café nebenan zeugen von der bewegten Vergangenheit dieses Ortes in einer Stadt, die sich dynamisch weiter entwickelt und noch viel Potenzial hat … Bis bald in Berlin!