Drei Jahre und zwei Kinder später – wie wunderschön und nervenaufreibend zugleich die letzten gut 1.000 Tage waren, muss ich zumindest anderen Eltern nicht erklären. Denn die wissen nur allzu gut, wie viele Windeln gewechselt (geschätzt 8.000), wie viele Nächte durchgemacht (fragt nicht!) und wie viele Tränen vergossen bzw. getrocknet wurden (vor Glück und Verzweiflung).

Wenn man nachts aufwacht – ein Kind in jedem Arm und so schlaftrunken, dass man nicht mal mehr die Frage nach dem eigenen Namen richtig beantworten könnte – macht man sich schon Gedanken, ob man je wieder zurück in den Berufsalltag finden und dabei dem Chef sowie den Kollegen, den Kunden, der Familie und vor allem auch sich selbst gerecht wird. Ein Glück, dass mir das Agentur-Team mit einem herzlichen „Willkommen zurück“ den Wiedereinstieg so leicht macht. Mein Schreibtisch steht noch an Ort und Stelle, in die Aufgaben finde ich mich Stück für Stück wieder rein, die Arbeitszeiten sind frei einteilbar und die Kaffeepause mit den Kollegen macht noch genauso viel Spaß wie „früher“. Mit ihnen kann ich meinen Kaffee sogar warm genießen, statt ihn zu verschütten, während ich meinen Lausbuben auf dem Spielplatz hinterher renne.

So vertraut sich alles auch anfühlt, natürlich laufen die Dinge jetzt ein wenig anders. Während ich diesen Text schreibe, sitze ich nicht im Büro, sondern zuhause. Es ist meine zweite Arbeitswoche und der Kleine hat Fieber. Links vom Laptop steht das Babyphone (bitte nicht aufwachen), rechts liegt der „Notfall-Schnulli“ (nicht für mich) und die Tafel Schoki (für mich). In der Mitte sitze ich und bin glücklich, meinen Gedanken freien Lauf zu lassen und wieder Teil eines so tollen Teams sein zu dürfen. Ich freue mich also sehr, auf alles was da kommt – neue Projekte sowie spannende Geschichten rund um PR, Social Media & Co., bekannte und neue Gesichter auf Kundenseite und die restliche PnR-Familie aus München, Berlin und Wien spätestens bei der Weihnachtsfeier wieder zu sehen.