Agentur vs. Anzeigenleiter – sind Verlage käuflich? (Teil 1)

Wie komme ich in die Medien und wie erreiche ich meine Zielgruppen über diese Medien? Diese Frage stellen sich Politiker, Unternehmen und Organisationen, seit es den Journalismus gibt. Der „Königsweg“ ist sicherlich eine seriöse und kontinuierliche Pressearbeit: Sachliche Argumente, gut aufbereitete Themen, glaubwürdige Statements. So weit, so bekannt.

Doch betrachten wir die „Empfängerseite“. Wie reagieren Medien auf die unverbindlichen, redaktionellen Angebote, die ihnen PR-Agenturen und Unternehmen unterbreiten? Und ich meine dieses Mal nicht den Redakteur, der Pressemitteilungen nach Aktualität und Relevanz prüft und dann berichtet – oder auch nicht. Ich meine den Anzeigenleiter eines Verlages. Denn diese Figur gewinnt im großen, alten Spiel um mediale Aufmerksamkeit immer mehr Macht und Einfluss. Eine verheerende Entwicklung, die ich anhand einiger Ausführungen und Beispiele aus der PR-Praxis skizzieren möchte. Agentur vs. Anzeigenleiter – sind Verlage käuflich? (Teil 1) weiterlesen

Der Platz zwischen den Stühlen

Eine der Sieben Selbstverpflichtungen des Deutschen Rat für Public Relations (DPRG) lautet:

„Mit meiner Arbeit diene ich der Öffentlichkeit. Ich bin mir bewusst, dass ich nichts unternehmen darf, was die Öffentlichkeit zu irrigen Schlüssen und falschem Verhalten veranlasst. Ich habe wahrhaftig zu sein.“

Für viele PR-Berater ist die Einhaltung dieses und anderer Grundsätze das A und O ihres Jobs. Denn Wahrheit und Wahrhaftigkeit zählen zu den zentralen Voraussetzungen für erfolgreiche und transparente PR. Deshalb sind sie auch der erste Punkt im Pressekodex des Deutschen Presserats – eine Täuschung der Öffentlichkeit gilt als No-Go. Der Platz zwischen den Stühlen weiterlesen