Im Bett mit dem Papst oder: Wer macht eigentlich PR für den Pontifex?

Seewald und Papst Benedikt beim Interview in Castelgandolfo. Zur Sicherheit ließ der Journalist mehrere Tonbandgeräte mitlaufen (Quelle Focus.de / AFP)
Seewald und Papst Benedikt beim Interview in Castelgandolfo. Zur Sicherheit ließ der Journalist mehrere Tonbandgeräte mitlaufen (Quelle Focus.de / AFP)

Es vermag vermutlich einige unserer Blog-Leser verwundern: Auf meinem Nachttisch liegt aktuell „Letzte Gespräche“, das neueste Interview-Buch von Peter Seewald mit Papst Benedikt XVI. Ich finde es immer wieder interessant, Bücher über Päpste zu lesen, unabhängig davon, ob sie vom jeweiligen Pontifex autorisiert sind oder nicht. Solche Bücher erlauben, ähnlich wie Biografien oder Briefwechsel von großen historischen Persönlichkeiten, einen kleinen Einblick in eine unserem gewohnten Alltagsleben komplett fremde Welt. Im Bett mit dem Papst oder: Wer macht eigentlich PR für den Pontifex? weiterlesen

Kunde in Not – Krisensituationen bieten Chancen für Agenturen

Ein befreundeter Berater erzählte mir kürzlich mit einem gewissen Erstaunen, dass praktisch keines der Unternehmen, mit denen er es zu tun hatte, je wirklich auf Krisen vorbereitet war. Ganz so absolut würde ich das nicht sagen, doch generell gehen meine eigenen Erfahrungen in dieselbe Richtung. Wenn es dann allerdings mal „knallt“, ist der Kunde umso dringender auf professionelle Unterstützung angewiesen – eine echte Chance für PR-Agenturen. Kunde in Not – Krisensituationen bieten Chancen für Agenturen weiterlesen

Der Nebel des Krieges – Drei Prämissen für die Krisenkommunikation

Wir freuen uns sehr, heute Marietta Gädeke als Gastautorin begrüßen zu dürfen! Sie war im Jahr 2005 Praktikantin bei Press’n’Relations – heute lässt sie uns an ihren jahrelangen Erfahrungen zum Thema Krisenkommunikation teilhaben.

Bald kommt der Herbst und mit ihm ein alter Bekannter: Der Nebel. Besonders beim Autofahren kommt der dichte Dunst ungelegen. Plötzlich geht es nicht mehr flott voran, denn aus der grauen Suppe könnte jederzeit eine Gefahr auftauchen: Ein Auto, eine Kurve, ein verirrtes Reh. Und so zuckelt man in großer Unsicherheit über die Landstraße, obwohl der Weg vielleicht komplett frei wäre.

Die PR kennt ein ganz ähnliches Phänomen. Man spricht in Krisen vom „Nebel des Krieges“, neudeutsch auch „Fog of War“. Gemeint ist ein Phänomen, das schon der alte Carl von Clausewitz in seinem Buch „Vom Kriege“ beschreibt: „Der Krieg ist das Gebiet der Ungewissheit; drei Vierteile derjenigen Dinge, worauf das Handeln im Kriege gebaut wird, liegen im Nebel einer mehr oder weniger großen Ungewissheit.“ Man erkennt nur, was direkt um einen herum geschieht. Konsequenzen von Handlungen sind aufgrund der unsicheren Situation kaum noch abschätzbar. Der Nebel des Krieges – Drei Prämissen für die Krisenkommunikation weiterlesen