Klappe die 2. und mit Vollgas ins Jahr 2017

Die Tücken der guten Vorsätze

Mit Neujahrsvorsätzen ist das immer so eine Sache. Sobald sich das Jahr dem Ende zuneigt, nehmen sich die meisten höchst motiviert vor, im neuen Jahr alles besser zu machen. Ab dem 01.01.2017 wird die Ernährung umgestellt, jeden Tag Sport gemacht, der Kleiderschrank endlich ausgemistet und wichtige Aufgaben werden nicht aufgeschoben, sondern gleich erledigt. Kurz gesagt: Wir krempeln unser „altes“ Ich komplett um, lassen alle schlechten Angewohnheiten im alten Jahr und beginnen das neue als ein vollkommen neuer Mensch. Nun ja, in der Theorie hört sich das durchaus gut an. Doch wie sieht es damit in der Praxis aus?

Antwort darauf liefert beispielsweise Hansjörg Bahl, ein Schweizer Schauspieler. Denn laut ihm handelt es sich bei Neujahrsvorsätzen um Startschüsse für Rennen, die sowieso nicht stattfinden. Manch einer sitzt nun vielleicht völlig entrüstet vor seinem PC und denkt sich, was das denn bitte für ein Miesepeter sei, dieser Herr Bahl. Wenn man von vornherein mit einer solch negativen Einstellung an dieses Thema herangeht, seien die guten Vorsätze natürlich zum Scheitern verurteilt. Doch so ganz Unrecht hat er ja nicht. Das neue Jahr lädt durchaus immer wieder dazu ein, sich neu zu erfinden, zu verbessern und zu optimieren. Am Jahresanfang werden wir dann regelrecht von einer Motivationswelle überflutet und stürmen die Fitnessstudios auf der Jagd nach einem freien Cross Trainer, mit dem wir es ganz sicher zur Traumfigur schaffen werden. Diese Flut an Motivation nimmt jedoch im Laufe der ersten Tage und Wochen immer mehr ab und man verfällt wieder in alte Muster. Um solche Rückschläge zu vermeiden, haben Frauenmagazine wie „Brigitte“ oder „Petra“ 1.000 kluge Tipps und Tricks auf Lager, die erfolgsversprechender nicht sein könnten. Ganz wichtig scheint es demnach zu sein, seine guten Vorsätze richtig zu formulieren und auf Papier festzuhalten. Am besten man pinnt sie sich an den Kühlschrank oder Schreibtisch, so dass man immer wieder daran erinnert wird. Dann sollte dem „Traumbody“ auch nichts mehr im Wege stehen.

Nun ja, alles schön und gut. Aber seien wir doch mal ehrlich: Wenn mich nach einem langen Arbeitstag die Lust auf Schokolade überkommt, wird das ein Zettel am Kühlschrank wohl kaum verhindern können. Da kann der Zettel noch so sehr in Signalfarben leuchten und der Vorsatz noch so toll formuliert sein. Das war doch schon in der Kindheit so: Sobald etwas verboten wurde, stieg der Drang, sich über dieses Verbot hinwegzusetzen ins Unermessliche.

Genau so verhält es sich auch mit den Neujahrsvorsätzen. Sobald man anfängt Verbote aufzustellen, ist der Vorsatz im Grunde schon zum Scheitern verurteilt und auf Dauer wird einen das nur unglücklich machen. Zum einen ist man von sich enttäuscht, da man eventuell bereits nach zwei Tagen „rückfällig“ geworden ist und in Folge dessen kommt es womöglich auch noch zu Heißhungerattacken und schlechter Laune, was nun wirklich keiner gebrauchen kann. Ein weiteres durchaus bekanntes Szenario spielt sich beim Ausmisten des eigenen Kleiderschrankes ab, wenn in Vergessenheit geratene Kleidungsstücke wieder auftauchen und einem plötzlich ganz schwer ums Herz wird beim Gedanken daran, das frühere Lieblingskleid an jemand anderen abgeben zu müssen. Also wird es wieder zurück in den Schrank gehängt, wo es womöglich weitere fünf trostlose Jahre verbringen wird. Einfach nur, um es nicht hergeben zu müssen.

Solche Situationen sind mir leider nicht ganz unbekannt und obwohl es sich hierbei um wirklich gute Vorsätze handelt, bekomme ich es nicht gebacken, sie über das ganze Jahr hinweg einzuhalten und durchzuziehen. Aber vielleicht muss ich hierfür auch einfach ein wenig an meiner Einstellung arbeiten und ganz anders an meine Vorsätze herangehen. Am besten wäre es, sich nicht zu viel auf einmal vorzunehmen, sondern sich mit kleinen Schritten ans große Ziel heranzutasten. Beispielsweise könnte man sich Rezepte aus dem Internet ausdrucken und sich eine kleine Sammlung an leckeren und neuen Rezepten erstellen, auf die man immer zurückgreifen kann, wenn’s mal schnell gehen muss oder man nicht weiß, was kochen. Freunde zu sich einladen, um gemeinsam gesund und lecker zu kochen, wäre eine weitere Möglichkeit, sich zum Kochen zu motivieren und sich von den Rezeptideen anderer, inspirieren zu lassen. Diese Taktik funktioniert auch in Sachen Sport ganz gut, denn geteiltes Leid ist bekanntlich halbes Leid. Demnach sollte man doch einfach gemeinsam mit einer Freundin oder dem Freund zum Sport gehen um sich gegenseitig zu motivieren. Am besten werden gleich zu Beginn der neuen Woche fixe Treffen vereinbart oder es wird sich zu Sportkursen angemeldet. Somit ist man quasi verpflichtet zum Sport zu gehen und kann sich nicht so schnell herausreden. Bei soviel Disziplin, sollte man aber natürlich nie vergessen, sich auch mal zurückzulehnen, zu entspannen und sich etwas Ruhe zu gönnen. Sich selbst zu belohnen, beispielsweise mit einem Stück Kuchen oder einem Schokoriegel zum Kaffee, ist auch keine Schande. Ganz im Gegenteil: Es führt dazu, dass man über das Jahr hinweg motiviert bleibt. Was das Kleiderschrank-Ausmisten und Aufschieben von Aufgaben angeht, nun ja, sagen wir mal, da bin ich selbst noch dran. Aber dafür habe ich ja auch noch ein ganzes Jahr Zeit und das Wichtigste ist doch, dass man am Ball bleibt! 😉

Erstes eigenes Projekt: Treff Y Media

Meine ersten Wochen bei Press’n’Relations im neuen Jahr starteten zum Glück relativ gemütlich und entspannt. Man musste sich nach den ganzen Feiertagen ja auch erst einmal wieder im Arbeits-Alltag zurecht finden. Seit dieser Woche ist’s nun aber endgültig vorbei mit der Ruh’ 🙂 Ich bekam doch tatsächlich mein ganz eigenes Projekt und zwar in Zusammenarbeit mit Radio free FM in Ulm. Meine erste Aufgabe sollte es sein, eine Pressemitteilung rund um das Jugendprojekt „Treff Y Media“ zu verfassen. Aus diesem Grund stattete ich dem Team von Radio free FM einen Besuch ab und löcherte sie diesbezüglich mit Fragen. Mehr dazu und wie es mir mit meiner ersten Aufgabe ergangen ist, in meinem nächsten Blog. Wem das jedoch zu lange dauert, der kann einfach mal in einer freien Minute bei Radio free FM vorbei schauen und sich durch die verschiedenen Genres hören. Am besten natürlich, rein aus Trotz den guten Vorsätzen gegenüber, mit einem Stück Kuchen und einem Haufen unerledigter Arbeit im Gepäck 😉

Bis Bald, Roxy!

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