Themenplanung 2015 – Kommunikatoren sollten die geplanten Themen der Medien kennen

Über die Themenplanung als Fernglas des PRlers und den damit verbundenen Recherche-Aufwand haben wir bereits vor einiger Zeit berichtet. Und dass ein frühzeitiges Versenden von Pressetexten die Chance auf eine Verwertung in den Zielmedien erhöht, bestätigt nun auch die Studie „Themenplanung 2015“ von Mount Barley Publishing. Geschäftsführer Fabian Gerstenberg war so freundlich, uns die Umfrageergebnisse in einem Kurzinterview zu schildern.

Fabian_GerstenbergHerr Gerstenberg, Sie führen bereits seit einigen Jahren Journalistenumfragen durch. Mit welchem Ziel?
Uns geht es in erster Linie darum, zu analysieren, wie Redaktionen arbeiten und welche Quellen diese nutzen, um verwertbare Inhalte zu finden. So stellten wir bereits in der Vergangenheit unter anderem fest, dass 95 Prozent der deutschen Journalisten unaufgeforderte Pressemitteilungen ungelesen in den Papierkorb schieben und sich als Alternative den individuellen und frühzeitigen Versand von Pressetexten wünschen.

Worum genau dreht sich Ihre aktuelle Studie?
Mit unserer neuen Umfrage untersuchten wir gezielt die Themenplanung von Redaktionen im deutschsprachigen Raum. Insgesamt knapp 400 Journalisten gaben uns Antworten auf unterschiedlichste Fragen. Zum Beispiel, wann deutschsprachige Redaktionen ihre Themen für das Jahr 2015 planen oder wie häufig sich geplante und kommunizierte Redaktionsthemen ändern.

themenplanung2015_mbpaWelche Rückmeldungen haben Sie erhalten und herrscht generell Konsens zu diesem Thema?
Es gibt durchaus länderspezifische Unterschiede, was die Redaktionsplanung angeht. Deutsche Redaktionen planen und kommunizieren ihre redaktionellen Themen für das Folgejahr zum Beispiel früher als ihre Kollegen aus Österreich und der Schweiz. Und nur ein Drittel der deutschen Redaktionen nimmt im Laufe eines Jahres keine Änderungen an ihren geplanten Redaktionsthemen vor – in Österreich und der Schweiz ist das seltener der Fall.

Welche Rückschlüsse können wir als PR-Agentur auf unsere Arbeit ziehen?
Planung ist das A und O. Denn in einem Punkt sind sich die Redaktionen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz immer noch einig: 96 Prozent der Journalisten bestätigen, dass sich die Chancen auf eine Verwertung von Pressetexten erhöhen, wenn die Inhalte frühzeitig zur Verfügung gestellt werden. Presseabteilungen von Unternehmen und PR-Agenturen sollten die geplanten Themen ihrer Zielmedien also kennen. Bei der täglichen Arbeit kommen manche Redaktionen den Agenturen aber auch mal entgegen: Journalisten deutscher Medien leiten Pressetexte mit interessanten Inhalten, die an eine allgemeine redaktion@-Adresse gemailt werden, häufiger an den „richtigen“ Redakteur weiter als ihre Kollegen aus Österreich und der Schweiz.

Das sind doch mal erfreuliche Nachrichten 🙂 Vielen Dank, Herr Gerstenberg!

Die vollständigen Umfrageergebnisse können Sie hier kostenlos herunterladen: www.mountbarley.de/medienforschung.htm

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