Druck vs. Routine

SchreibblockadeHier haben Sie in der Theorie erfahren, was es mit einer „Blogparade“ auf sich hat. Wie versprochen folgt nun die Praxis: Bis zum 30. November ruft PR-Doktor Kerstin Hoffmann zur „bloCKparade“ auf. Das Thema: „Schreibblockade – Tipps, Strategien und Erfahrungen”. Da reibe ich mir als (Noch-)Volontärin natürlich die Hände und plaudere gerne aus dem Nähkästchen. Denn wenn ich auf meine letzten knapp zwei Jahre bei Press’n’Relations zurückblicke, kommt mir schnell die ein oder andere Blockade-Situation in denn Sinn.

Eine sticht ganz besonders hervor: Meine erste eigene Pressemitteilung. Damals öffnete ich fast zitternd eine neue Word-Datei und beobachtete klammheimlich meine Kollegen, die um mich herum munter in die Tasten hauten. Für manche würde das vielleicht motivierend wirken, nach dem Motto „Na, wenn der das kann …“. Doch so frisch nach dem Studium ist man sich seiner Sache meist nicht ganz so sicher. Mir zumindest saß die leere Seite wie eine höhnende Fratze gegenüber. Somit hätten wir auch schon eine Ursache diagnostiziert: Der Druck im eigenen Kopf. Denn speziell wenn man etwas auf Biegen und Brechen besonders toll machen möchte (und so ist das nun mal bei der ersten Pressemitteilung), wird daraus am Ende eh nix. Deshalb entwickelte ich eine Devise: Schreib erst mal für dich selbst – als würde diesen Text nie im Leben jemand lesen. Dabei ist es auch ganz egal, wo man anfängt – Hauptsache man tut es. Das hat damals gut geklappt und ich stellte von Text zu Text fest: Je mehr Übung, desto freundlicher die Fratze.

Mit der Zeit verabschiedete sich also der Druck, dafür lernte ich eine neue Ursache kennen: die Routine. Sicher ist sie für einen Schreiberling einerseits von Vorteil, „Übung macht den Meister“ stimmt schon. Doch andererseits beschränkt sie von Zeit zu Zeit die Kreativität – der Blick über den Tellerrand schwindet. Was also tun? Fan von gewissen „Kreativitätstechniken“ bin ich nicht gerade. Sie sind für mich in etwa genau so schlimm wie auf Knopfdruck spontan zu sein. Ich wechsele lieber die Umgebung, schalte kurz ab oder halte ein Pläuschchen mit den Kollegen. Der Geistesblitz kommt dann meist von ganz alleine. Sei es beim Kaffee holen oder während des Abendessens im Restaurant. Wichtig ist nur, die göttliche Eingebung sofort festzuhalten. Ist der Rechner an Ort und Stelle? Perfekt! Zur Not tun es auch die Serviette unter dem Weinglas und ein geliehener Kugelschreiber oder die Notizen-App im iPhone (etwas umständlicher als die Serviette …).

Sicher gibt es noch unzählige weitere Ursachen und Wege aus der Blockade – wie sieht es bei Ihnen aus? Schließen Sie sich mit einem eigenen Beitrag an, wenn auch Sie Ihre Erfahrungen teilen möchten. Bis zum 30. November bleibt Ihnen noch Zeit (und damit hätten wir auch schon die nächste Ursache für eine Blockade: die Deadline …).

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