Zuhören ist zwar altmodisch – aber effektiv

Ralf Dunker

Gegen Ende unseres Blog-Wichtelns haben wir noch eine Premiere. Im Text über Ralf Dunker haben gleich zwei Kollegen ihre Gedanken festgehalten: Rüdiger Haake und Uwe Pagel.

Menschen, die zuhören können und das Gehörte dann auch zunächst verarbeiten, bevor sie mit ihrem Resultat an die Öffentlichkeit gehen, scheinen immer seltener zu werden. Ralf Dunker ist noch so ein „Fossil“, das im unaufgeregten Dialog mit den Kunden die zentrale Botschaft herausarbeitet, um sie dann in intelligenter Form verpackt in die Zielgruppen zu bringen – quasi der Gegenentwurf zu Lady Gaga oder Justin Bieber. Abgesehen von der im Vergleich sicher geringeren Prominenz hat sich der Ansatz aber bewährt. Denn schließlich hat Ralf auf beiden Seiten des Schreibtisches, als Chefredakteur der Fachzeitschrift „energiespektrum“ wie auch als Geschäftsführer der Press`n`Relations II GmbH in München, bewiesen, dass ein gewisses Understatement für alle Beteiligten von Vorteil sein kann. Auf jeden Fall für die nachhaltige Wirkung der guten Botschaft, um die es ja gerade in seinem beruflichen Alltag geht.

Menschen wie Ralf, die auf subtile Art die richtigen Fragen stellen und eher nicht als Selbstdarstellungs-Freak via PowerPoint-Show daherkommen, diese Menschen lieben dann auch privat das Understatement und die gegenseitige Rücksichtnahme. Offenbar wurzelt seine Affinität zu den britischen Inseln ganz elementar in der Begeisterung für die gelebte Höflichkeit und den respektvollen Umgang der Inselbewohner untereinander. Den diese allerdings spätestens dann vermissen lassen, wenn es z.B. um Fußball geht. Da Kollege Dunker aber zur „no sports-Fraktion“ gehört, sei ihm verziehen, dass er diese ein wenig gewöhnliche Seite der britischen Gesellschaft elegant ausblendet. Mit vielen Briten gemeinsam hat er wiederum die Leidenschaft für „frische“ Luft: Ein Auto braucht für ihn kein festes Dach – wenn das Wetter mitspielt, fährt er liebend gerne „oben ohne“, ob bei 12 oder 25 Grad.

Dass Ralf in mancher Hinsicht eher pragmatisch-traditionell eingestellt ist, beweist auch die Ausstattung des Münchener Büros, in dem klare Linien dominieren und nur wenige Design-Objekte zu finden sind. Sein Motto: Lieber in eine schöne Leuchte investieren, als in einen protzigen Designer-Schreibtisch. Von dem sieht man im Zweifelsfall vor lauter Papier ohnehin nichts. Aus Pragmatismus hat sich der Agentur-Standort München auch nie der schicken Apple-Society angeschlossen. Am klassischen PC kann der Ingenieur Erlerntes anwenden und eventuelle Fehler leicht beheben. Auch sonst geht er (technischen) Dingen gerne auf den Grund: Für ihn ist eine Klimaanlage zum Beispiel nicht einfach ein Knopf und ein Lüftungsgitter, aus dem kalte Luft kommt. Er kann genau erklären, warum und wie sie funktioniert. Gut für seine Kunden, denn neben Energiethemen gehören auch Klima- und Kältetechnik zu den Text-Schwerpunkten des Münchner Büros.

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