Auch in 4.0 Zeiten bleibt Logistik ein „people business“

„transport logistics“ 2017: Unser Logistik-PR-Team hat an drei Messetagen für acht Kunden insgesamt über 30 Interviews, Recherche- und Pressegespräche geführt

Schon wieder Stau auf der Autobahn! Schaffe ich es, die Ladung pünktlich abzuliefern? Wie hoch ist der Spritverbrauch meines Lkw? Wie viel Liter Diesel sind noch im Tank? Brauche ich überhaupt noch einen Tank oder kaufe ich besser ein E-Fahrzeug, um künftig in die City hineinfahren zu dürfen? Diese und ähnliche praktische Fragen bewegen die Logistikbranche derzeit. Vieles ist in Bewegung. Bei manchen herrscht Unsicherheit, bei den meisten Marktteilnehmern jedoch Aufbruchstimmung. Nirgendwo ist diese besser zu spüren und zu greifen, als auf der Branchen-Leitmesse „Transport Logistic“ in München. Mit unserem Logistik-PR-Team begleiteten wir dort Anfang Mai insgesamt acht Kunden drei Tage lang – und führten insgesamt über 30 Interviews, Presse- und Kundengespräche.

In München habe ich erlebt, dass sich die Logistik-Branche durch die Digitalisierung im Moment praktisch neu erfindet. In keiner anderen Branche ist die Umstellung der Konsumentengewohnheiten auf digitale und teilautomatisierte Prozesse so stark spürbar. Die Logistik ist im digitalisierten Business zugleich Opfer und Täter, die Digitalisierung selbst zugleich Antreiber und Helfer. Das plakativste Beispiel ist immer noch der „Kaufen“-Knopf im Online-Shop von Amazon & Co. Sobald der Kunde diesen betätigt, wird ein hochkomplexer logistischer Prozess in Gang gesetzt – von der Warenbeschaffung über die Zwischenlagerung, Kommissionierung bis zur Distribution der physischen Ware zum Endkunden.

Unser Kunde Blue Tree Systems präsentierte die neueste Telematik-Anwendung auf der TL

Während sich der B2C-Endkunde meist nur dann für die Logistik interessiert, wenn die logistische Kette reißt und es Verzögerungen oder Lieferengpässe gibt, sind B2B-Kunden sehr daran interessiert, möglichst große Transparenz zu haben, sprich: im Idealfall die „gläserne“ Kette vorzufinden. Denn nur so können Verlader und Empfänger in zeitsensiblen Branchen wie der Automobilindustrie zusammen mit ihren Logistikern „Plan B“-Entscheidungen treffen.

Spezialist auch für „exotische“ Relationen : Der Messestand unseres Kunden Transco Berlin Brandenburg

Die (technischen) Lösungen liefern ihnen zunehmend auch die Lkw- und Trailer-Fahrzeugbauer. Meist kommen diese jedoch von den Telematik- und IT-Anbietern wie unseren Kunden Blue Tree Systems und Kasasi / NIC GmbH, Überwachungsspezialisten wie tcs thermo control services oder von den Logistikern selbst, z.B. von unserem Kunden Transco Berlin Brandenburg. Als Pharmalogistik-Spezialist bedient der Spediteur aus der Hauptstadtregion nicht nur die europäischen Relationen, sondern auch die als „exotisch“ geltenden Destinationen wie Iran und Kasachstan. Hier sind nicht nur alarmgesicherte High-Security-Fahrzeuge und 24/7 Telematik-Überwachung angesagt. Die Grundlage für eine funktionierende Logistik bilden intensive Planung, jahrelange Erfahrung und ein verlässliches Netzwerk an lokalen Partnern entlang der Route – vom Dolmetscher über die Fachwerkstatt bis zum Zollspezialisten. Nicht nur im worst case, vor allem aber dann gilt es, zum Telefon zu greifen und miteinander zu reden und Lösungen zu finden, von Mensch zu Mensch. Logistik ist und bleibt also ein „people business“ – Digitalisierung hin oder her.

People Business: Kleine Entspannungspause auf der „transport logistic“ im Innenhof der Messe München

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