Blogging ist kein Kinderspiel? Von wegen.

Als kleines Mädchen war mir nicht klar, was ein Blog ist. Sicher, die gab es damals auch noch nicht, Internet war mir noch ein Fremdwort. Also habe ich meine Gedanken in ein Tagebuch geschrieben, nur für mich. Ein Online-Blog ist da allerdings schon ein bisschen anders. Jetzt als PR-Beraterin weiß ich, wie viel Aufwand tatsächlich dahinter steckt und, dass es mit Hinsetzen und Losschreiben nicht getan ist. Noch dazu, wenn heute Montag ist, und ich noch mit meinen Gedanken ein bisschen im Wochenende schwebe. Bloggen ist halt kein Kinderspiel. Dachte ich zumindest!

Denn da draußen im weltweiten Netz gibt es einige junge Menschen, die vielen anderen in Sachen Blogging einiges voraus haben. Gerade eben lese ich einen Mode-Blog. Nicht wirklich aufregend, Mode-Blogs gibt es ja wie Sand am Meer. Der hier ist aber besonders, denn der Blogger ist gerade einmal fünf Jahre alt. Gibt´s nicht, meinen Sie? Hier der Beweis: http://www.adiweiss.at/content/mode-blogger-mit-5-jahren

Ich habe mit fünf Jahren ja noch Barbie gespielt, der kleine Alonso Mateo dagegen ist Internetprofi.

Ich persönlich finde ja, dass Kinder erst einmal Kinder sein und erst Schreiben und Lesen lernen sollten, bevor sie mit dem Internet in Berührung kommen. Auch wenn die Fotos von Alonso wirklich herzig sind. Ob es so gut ist, mit fünf Jahren schon online zu sein, stelle ich mal in den Raum.

Weil ich ziemlich neugierig bin, habe ich ein bisschen gegooglet und nach weiteren ganz jungen Bloggern gesucht. In Hamburg sitzt beispielsweise ein 16-jähriges Mädchen, das täglich bloggt und es doch auf einige Follower bringt. Eine Art „Generation Teenie-Blogger“ wächst hier heran, die digitale Gesellschaft macht es möglich. Noch nie war es so einfach, sich schnell Gehör zu verschaffen und die eigene Meinung zu verbreiten. Die neue Freiheit im Internet schafft diesen Raum. Die Teenies bloggen was sie wollen und wissen genau, dass sie dadurch einiges bewirken können. Auch die Wirtschaft hat erkannt, Blogger als Multiplikatoren einzusetzen. Unternehmen und auch Presseagenturen setzen vor allem auf junge Blogger, um sich neue Meinungen einzuholen und Neuigkeiten schnell verbreiten zu können.

Wie jung Blogger sein dürfen, sei dahin gestellt. Der kleine Alonso kann wahrscheinlich noch nicht einmal ein A von einem B unterscheiden. Die 16-jährige Bloggerin hat da schon mehr Ahnung. Was das Internet allerdings oft anrichten kann, wird ihr wahrscheinlich auch noch nicht klar sein. Fakt allerdings ist, dass die Generation Teenie-Blogger in Zukunft innerhalb bestimmter Branchen immer größere Bedeutung in der Verbreitung von Meinungen und Nachrichten bekommen wird.

Und ich, ich schreibe mittlerweile fleißig für Blog´n´Relations und noch immer Tagebuch…

 

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